6. Juli 2019 | Interview durch die Süddeutsche Zeitung

Die Öffentlichkeitsarbeit finde ich unheimlich wichtig. Daher bin ich auf der Bühne, im Interview, im TV und im Print sichtbar. Mit meiner Botschaft “Sei du selbst, lebe dein Leben!”. Dass es damit nicht immer so leicht ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Besonders die langanhaltenden Probleme an der Arbeitsstelle nach dem Coming Out 2013 und dem dann folgenden Jobverlust Ende 2017. Diese Geschichte hat Lea Weinmann hervorragend in der Süddeutschen Zeitung am 6.7.2019 auf einer 2/3 Seite gewürdigt.

Lea kennt mich durch ein Radiointerview. Lea kennt meine Geschichte. Und ich habe ihr absolut vertraut, dass Sie das schwierige Thema passend herüberbringt. Der Artikel war genau richtig. An den Kommentaren nach der Veröffentlichung war die gesamte Bandbreite von Bewunderung bis über Hass gut zu sehen. Genau das was ich im Alltag erlebe, spielte sich dann im Internet ab.


Einige der positiven Kommentare:

Nina Metz: Dana ist eine witzige, charmante, sympathische und überaus humorvolle Frau die ein ausgesprochenes verbales Talent hat und so viel Charisma ausstrahlt wie wenige Menschen. Mehr gibt es nicht zu sagen 

Andrea Gerstmayr: Von mir gibt es ein Herz, weil sie sich trotz aller Widerstände befreit hat und sich nicht unterkriegen lässt. Der Kampf gegen voreingenomme Männer ist uns Frauen leider nur zu gut bekannt: allen voran die katholische Kirche. Bravo Dana, du wirst deinen Weg gehen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und denen, die Dir Steine in den Weg werfen, 1 Woche Durchfall ohne Klopapier.

Claudia Oestreich: Toll, was du bewirkst in der Welt!

A.M. Sparkle: Mein allerhöchster Respekt für Deine Kraft! Wie souverän Du mit diesen Anfeindungen umgehst. Wie Du Deinen Weg unbeirrst weitergehst. Du wirst es schaffen!

Silvia Hummer: Liebe Dana, ich habe dich auf dem Literaturcamp in Heidelberg als sympathische, charismatische Frau erleben dürfen, deren Durchhaltevermögen und Glauben an den eigenen Weg sehr, sehr inspirierend ist. Bitte nicht von solch armseligen kleinen Ignoranten unterkriegen lassen!!!!

Deima Palukaityte: Du bist wundervoll und eine Bereicherung. Jede Stunde mit dir ist wertvoll.

Karl Erhard: Ja super, Dana, finde Dein Engagement klasse. Der Artikel ist toll. Freut mich. 


Und die negative Kommentare:

Stefan Meier: ekelhaft

Robert Schrafl: Für mich sind solche Menschen einfach krank. Das ist bedauerlich, ist aber so!

Michael Magnus: Der arme kerl ist psychisch krank und deshalb liegt sein leben in scherben. Was jedoch feststeht ist dass die arme seele die plötzlich ihr leben inkaufnehmend weggeworfen hat da sie sich in frauenkleidern wohler fühlt krank im kopf ist. Und ein kranker benötigt keinen zuspruch sondern hilfe. Und auch ein östrogengesteuertet, empathievoller jedoch vernunftarmer verstand wie er zuteil sein scheint mag zwar gut gemeint sein, richtet aber in der unterstützung der geistesverwirrung mehr schaden an als ihr bewusst ist

Alwin Hausmann: Alkohollismus ist z.B eine anerkannte Krankheit , doch niemand würde wohl so einen Kollegen zum Kunden schicken – oder.

Frank Nadler: Koennte eventuell an mangelnder Qualifikation gelegen haben – und nicht am Gender…

Ruediger F. Moreno: Muss in den ständig so ein völlig überflüssiger Schwachsinn in der Öffentlichkeit beigetreten werden?

Picco: Ist halt so, man muss sich in seinem Job anpassen. Polizisten müssen das auch, z.B. bei Tätowierungen oder Richterinnen dürfen kein Kopftuch tragen. In einer Bank muss man sich ja auch anpassen und Anzug tragen. Ich hätte Dana oder Daniel auch entlassen.

Margarita Fotiadis: Was soll denn daran ‘richtig’ Frau sein? Das ist doch nur ein billiges Klischee, eben was sich Männer unter weiblich und sexy so vorstellen: nuttig. Mittlerweile sind Transen akzeptiert, egal was sie anhaben – oder auch nicht.

Johannes Ptak: Richtig so, der geschäftliche Dresscode ist für alle verbindlich, und diese Gender gehören eigentlich in eine Irrenanstalt!!

dytto: Bei aller Liebe. Dieser Artikel hat nicht nur transfeindliche Sätze, sondern auch sexistische. Wtf SZ?

Baron von Gossen: Was man nicht alles macht, um bei der Frauenquote berücksichtigt zu werden. Dann bin ich jetzt auch eine Frau, die mit dem falschem Körper zur Welt kam. Achso, dann bin ich ja lesbisch. Ok, eine lesbische Transsexuelle.

Till Benz: Wie jemand sich einen Körper umoperieren lässt, ist seine Sache. Aber es ist vollkommen inakzeptabel, dass er andere über sein Geschlecht täuscht und dabei noch durch den Staat mit einer falschen Identität unterstützt wird. Andere haben auch Rechte.

Maleika: Es ist auch für einen Nichttransmenschen nicht immer möglich, seine Bedürfnisse auszuleben. Sorry, aber wenn ich meine, ich müsste mich nuttig anziehen, muss ich generell mit Konsequenzen rechnen. Kann ich im Krankenhaus auch nicht bringen!

Und als Kommentar zu den negativen Bemerkungen: Silv Den: Ich finde diese Diskussion hatte hier trotz allem ihr gutes. Denn ihr Erfahrungsbericht im Artikel ist hier in den Kommentaren direkt vergleichbar und offenbart die krude Denkweise dieser Leute; besonders der Umstand, dass es sich nicht um eine Phobie sondern eine menschenverachtende Haltung handelt.


Weitere Infos hier in den Links:

TV Autritt im Evangelischen Kirchenfernsehen

TV Auftritt im SWR Nachtcafé

Artikel in der Schwäbischen Zeitung

Radiointerview durch Lea Weinmann


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